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Gar nicht vergammelt
An einem klaren Tag ist diese raue irische Hafeninsel ein recht angenehmer Ort, ganz im Gegensatz zu ihrer wenig ansprechenden Bezeichnung. Der Name Rotten Island (rotten – vergammelt) ist allerdings nicht beschreibend gemeint: Er ist eine anglisierte Version des Namens Naomh Rotain, eines Einsiedlers, der sich hier niedergelassen haben soll. Sein Aufenthalt ist wahrscheinlich eine Legende, aber als der Leuchtturm von Rotten Island 1838 erbaut wurde, lebten hier zum Zwecke des Betriebs bis zu elf Menschen gleichzeitig. Im Laufe der Zeit wurden aufgrund des technischen Fortschritts immer weniger Wächter benötigt, und bis 1959 war nur noch ein gelegentlicher Besuch erforderlich, um das Leuchtfeuer aufrechtzuerhalten. Heute ist die Insel unbewohnt und der Leuchtturm voll automatisiert. Er ist eine vielgesehene Attraktion auf den vielen Kreuzfahrtschiffen, die im nahe gelegenen Donegal anlegen.
Auf Irisch wird sie auch An tOileán Bréan (Schlechte Insel) genannt. Das ist auch nicht viel besser als Rotten Island.
© Lukassek / Shutterstock 2026-06-15 11:34:59 :